Referat für Parabadminton
Para Badminton Event Observers' Programme

Einleitung & Anreise
Als Referent für die Sparte Para-Badminton im Wiener Badminton Verband (WBV) und B-Kader-Athlet (ParaBadminton) des Österreichischen Badminton Verbandes (ÖBV) erhielt ich die einmalige Möglichkeit, beim neuen BWF Event Observer’s Programm teilzunehmen. Das Event wurde von 6. bis 9. Februar in Bahrain, zeitgleich mit der Para-Badminton-Weltmeisterschaft, abgehalten. Diese Parallelität bot mir die ideale Gelegenheit, theoretische Einblicke in die Event-Planung in Verbindung mit praxisnahen Beispielen zu erleben – und das auf Weltklasse-Niveau.
Am 5. Februar startete meine Reise frühmorgens mit dem Fahrtendienst zum Flughafen. Nach einer gut 12-stündigen Reise konnte ich endlich im Hilton Bahrain einchecken und wurde kurz darauf sehr herzlich von meinem chilenischen Zimmerkollegen Nicolas empfangen. Sehr viel Zeit zum Austausch blieb jedoch nicht, da das Programm zeitig am nächsten Morgen in der Isa Sports City Hall startete.
Theoretische Grundlagen der Event-Planung
Der erste Tag startete mit einer gemütlichen Kennenlernrunde und einem ordentlichen Block Theorie, um eine solide Basis für die kommenden Tage zu schaffen. Dabei ging es vor allem um die speziellen Probleme und Herausforderungen bei Para-Badminton-Turnieren, wie:
Die Logistik und der Betrieb (Operations): Wie man den reibungslosen Ablauf hinter den Kulissen sicherstellt (vom Transport bis zum Hallenmanagement).
Die Teilnehmer (Clients & Stakeholder): Die professionelle Betreuung von Para-AthletInnen, Offiziellen, SponsorInnen und MedienvertreterInnen.
Zeremonien, Nachhaltigkeit & Haftung (Ceremony, Legacy & Liabilities): Die Wichtigkeit der Eröffnungs- und Abschlusszeremonien, der langfristige Nutzen des Events für Veranstalter und AthletInnen sowie die rechtlichen Verantwortlichkeiten.
Meetings und Callrooms
Der nächste Tag begann mit dem Line Judges Meeting, gefolgt vom Team Manager Meeting. Anschließend fuhren wir direkt in die Halle, um den Fortschritt der Vorbereitungen zu prüfen.
Als das Turnier am darauffolgenden Tag startete, legten wir unseren Fokus zuerst auf die Qualitätskontrolle. Wir suchten gezielt nach Details, die bereits gut funktionierten oder wo noch Optimierungsbedarf bestand. Danach erhielten wir Einblick in den Callroom, um hautnah miterleben zu können, wie die Organisation abläuft und wie alle SpielerInnen rechtzeitig auf dem richtigen Court landen.
Projektarbeit & Team Austria
Am letzten Tag konnten wir vormittags noch das Treiben in der Halle beobachten. Danach setzte ich mich mit meinem chilenischen Kollegen Nicolas und meiner kroatischen Kollegin Vanda zusammen. Unsere Aufgabe war es, eine Präsentation vorzubereiten und ein komplettes Turnier in einer erfundenen Stadt zu planen. Das Ergebnis haben wir dann vor unseren Kursleitern Fern und Sahir (beide BWF Event Manager) vorgetragen.
Besonders wichtig war für mich das Networking: Ich habe viele neue Leute kennengelernt – von BWF-ManagerInnen über Referees bis hin zu anderen AthletInnen. Und natürlich war ich stolz, unser steirisches Duo (Johann Färrer und Daniel Kontsch) bei ihrem ersten WM-Auftakt live in der Halle anzufeuern.
Sightseeing
Ein bisschen Zeit für Sightseeing war auch dabei: Wir haben eine kleine Bootsfahrt gemacht und das Koran-Museum (Beit Al Quran) besucht.
Abschlusswort
Es war eine großartige Erfahrung, bei dieser WM und beim Observer’s Programm dabei zu sein. Ich konnte viel über die Abläufe hinter den Kulissen lernen und wertvolle Kontakte in der internationalen Badminton-Szene knüpfen. Dieses Wissen werde ich jetzt nutzen, um den Para-Sport beim WBV und ÖBV weiter voranzubringen.
Bericht: Cedric Kapfenberger



