9 Landesverbände - 1 Ziel: Weichenstellung für den nat. Badmintonsport
Leistungssportkonferenz 2026
Am 8. Februar 2026 fand in Vorchdorf die ÖBV-Leistungssportkonferenz statt. Die Vertreter des Leistungssportausschusses sowie weitere Landesverbandsfunktionäre und ÖBV-Vorstandsmitglieder nutzten die ganztägige Veranstaltung, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, aktuelle Strukturen zu reflektieren und zentrale strategische Fragestellungen für die zukünftige Entwicklung des österreichischen Badmintonsports zu diskutieren.
Klare Ziele und gemeinsames Verständnis
Im Mittelpunkt der Konferenz standen die nachhaltige Weiterentwicklung des Leistungssports, die Stärkung bestehender positiver Entwicklungen sowie eine offene Auseinandersetzung mit der aktuellen Verbands- und Leistungsstruktur. Ziel war es, strukturelle Entwicklungspotenziale zu identifizieren, Zuständigkeiten klarer zu definieren und nächste konkrete Schritte gemeinsam zu erarbeiten. ÖBV-Vizepräsident-Leistungssport Kenny Wu betonte dabei: „Entscheidend ist, dass wir klare Strukturen schaffen und gleichzeitig alle Landesverbände mitnehmen – nur gemeinsam können uns weiterentwickeln.“
Rückblick: Fortschritte und Veränderungen
Seit der Leistungssportkonferenz 2025 wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt: regelmäßige Sitzungen des Leistungssportausschusses, TrainerInnen-ExpertInnenrunden, Anpassungen der Geschäftsordnung sowie strukturelle Weiterentwicklungen. Auch Themen wie AthletInnenvereinbarungen, Transparenzinstrumente und personelle Verstärkungen trugen zur Professionalisierung des Systems bei.
Strategische Kernfrage: Zentralisierung
Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Frage der Zentralisierung im Badminton-Leistungssport. Auf Basis internationaler Interviews und Erfahrungsberichte aus mehreren europäischen Badminton-Nationen wurde deutlich, dass insbesondere kleinere Länder von klar strukturierten, leistungsstarken Zentren profitieren können. Dabei wurde Zentralisierung nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Instrument zur Bündelung von Ressourcen, zur Sicherung von Trainingsqualität und zur langfristigen Entwicklung sowohl der Spitze als auch der Basis. Gleichzeitig wurde betont, dass funktionierende Nachwuchsarbeit in den Vereinen und Landesverbänden unverzichtbar ist und das Fundament für nachhaltigen Erfolg auf internationaler Ebene bildet.
Rollen, Verantwortung und Zusammenarbeit
In den Diskussionen wurde deutlich, wie wichtig klar definierte Aufgabenbereiche zwischen Vereinen, Landesverbänden und Fachverband sind. Transparenz, gegenseitiges Vertrauen und verbindliche Regeln wurden als zentrale Voraussetzungen für ein funktionierendes Gesamtsystem hervorgehoben. Individuelle Wege im Leistungssport bleiben möglich, sind jedoch mit klaren Erwartungen und abgestuften Unterstützungsmodellen verbunden.
Gruppenarbeiten und Ausblick
In Arbeitsgruppen setzten sich die Teilnehmer intensiv mit Fragen der Zuständigkeitsverteilung, möglichen Strukturänderungen und kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen auseinander. Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeiten bilden eine wichtige Grundlage für die weitere strategische Arbeit in den kommenden Monaten.
Abschließend herrschte breite Übereinstimmung über die langfristige Zielsetzung: eine nachhaltige, leistungsorientierte und kooperative Struktur, in der AthletInnen im Mittelpunkt stehen und der österreichische Badmintonsport gemeinsam weiterentwickelt wird.
(Bericht: Luka Wraber)



