07.06.2026
ParaBadminton

Johann Färrer verteidigt Staatsmeistertitel

ParaBadminton (Staats-) Meisterschaften

ParaBadminton (Staats-) Meisterschaften
Glückliche Gesichter bei der Siegerehrung am Wiener Rathausplatz für die Österr. ParaBadminton-(Staats-)Meisterschaften 2026 (Foto: SAF-Johannes Friedl)

Packendes Rollstuhl-Finale in Wien: Johann Färrer krönt sich erneut zum Österreichischen ParaBadminton-Staatsmeister.

Bei den Sport Austria Finals in Wien sorgten die Österreichischen ParaBadminton-(Staats-)Meisterschaften 2026 für starke sportliche Leistungen, emotionale Momente und einen weiteren wichtigen Schritt in der Entwicklung des heimischen ParaBadminton-Sports.

Den Höhepunkt bildete am Samstagabend das Finale in der Rollstuhlklasse in der Sporthalle Mollardgasse. Dort traf Titelverteidiger Johann Färrer auf seinen steirischen Doppelpartner Daniel Kontsch. Erst kurz zuvor hatten die beiden gemeinsam den Staatsmeistertitel im Doppel gewonnen, im Einzel-Endspiel standen sie sich schließlich als Gegner gegenüber.

Färrer erwischte den besseren Start, zog rasch auf 4:1 davon und kontrollierte den ersten Satz über weite Strecken souverän. Mit einer komfortablen 17:9-Führung stellte der 58-Jährige früh die Weichen auf Sieg und sicherte sich den ersten Durchgang schließlich mit 21:15.

Im zweiten Satz schien die Partie zunächst zu kippen. Kontsch startete furios, führte schnell mit 7:0 und lag zur ersten Trinkpause bereits mit 11:3 voran. Doch Färrer bewies einmal mehr seine Klasse, kämpfte sich Punkt für Punkt zurück und glich beim Stand von 16:16 aus. Wenig später verwertete der Titelverteidiger seinen ersten Matchball zum 21:18 und damit zur erfolgreichen Titelverteidigung.

„Ich bin überglücklich. Entweder der Dani oder ich, einer von uns zwei soll es machen und dann ist die Welt in Ordnung“, sagte Färrer nach seinem Triumph. Gleichzeitig betonte er die positive Entwicklung im heimischen ParaBadminton: „Der österreichische ParaBadminton-Sport macht große Schritte.“

Auch Daniel Kontsch zog trotz der Finalniederlage ein positives Fazit. „Ich bin happy. Es passt so, wie es ist. Man sieht, dass ich im Vergleich zum Vorjahr wirklich deutliche Schritte nach vorne gemacht habe“, sagte der 40-Jährige, der sich nach dem Semifinal-Aus 2025 diesmal bis ins Endspiel spielte.

Bereits kommende Woche geht es für Johann Färrer und Daniel Kontsch gemeinsam mit Semifinalist Cedric Kapfenberger und ParaBadminton-Nationalteamtrainerin Britta Rudolf zum nächsten Weltranglistenturnier nach Frankreich. Färrer und Kontsch lagen im Doppel bereits auf Platz 11 der Weltrangliste und wollen dort an ihre starken Leistungen anschließen.

Dass die ParaBadminton-(Staats-)Meisterschaften zum zweiten Mal Teil der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien waren, wertet auch ÖBV-Generalsekretärin Tina Riedl als wichtigen Entwicklungsschritt: „Diese Aufmerksamkeit würden wir sonst nie bekommen. Die Sichtbarkeit wirkt nach außen und nach innen.“ Die positiven Erfahrungen aus Innsbruck hätten viele AthletInnen zusätzlich motiviert, diesmal in Wien an den Start zu gehen.

Neben der Rollstuhlklasse wurde bei den Sport Austria Finals erstmals auch eine stehende Klasse ausgetragen. Dort setzte sich Manuel Wieser im Finale gegen Gerald Steininger mit 21:18, 21:9 durch. Bronze ging an Magdalena Schweiger, die als einzige Frau im zwölfköpfigen TeilnehmerInnenfeld an den Start ging.

Mit spannenden Finalspielen, starken Leistungen und großer Wertschätzung für die AthletInnen waren die Österreichischen ParaBadminton-(Staats-)Meisterschaften 2026 erneut ein besonderes Highlight im Rahmen der Sport Austria Finals.


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