20.04.2026
2. Bundesliga

BC Smash Graz fixiert Aufstieg in die 1. Bundesliga

Bundesliga-Play-Off 2026

Bundesliga-Play-Off 2026
Laura Waukmann und Chiara Rudolf vom BC Smash Graz während des Play-Off-Spiels gegen Sportunion Ohlsdorf (Foto: BC Smash Graz)

Am 19. April 2026 kam es im ASKÖ Sport Center Graz Eggenberg zum entscheidenden Play-off-Duell um die Ligazugehörigkeit für die Saison 2026/27. Der Meister der 2. Bundesliga, BC Smash Graz, traf dabei auf den Letztplatzierten der 1. Bundesliga, Sportunion Ohlsdorf. In einer hochspannenden Begegnung setzten sich die Grazer Gastgeber mit 5:3 durch und sichern sich damit den Aufstieg in die höchste Spielklasse Österreichs.

Entscheidung erst im letzten Spiel

Die Ausgangslage hätte dramatischer kaum sein können. Nach sieben von acht Spielen lag BC Smash Graz mit 4:3 in Führung. Ein 4:4 hätte aufgrund der Satz beziehungsweise Punktedifferenz den Klassenerhalt für Ohlsdorf bedeutet. Somit fiel die Entscheidung im abschließenden Mixed-Doppel unter großem Druck und vor begeistertem Heimpublikum. Chiara Rudolf und Gustav Andree behielten die Nerven und sicherten mit einem Viersatzsieg den entscheidenden fünften Punkt für Graz.

Starke Mannschaftsleistung als Schlüssel

Der Erfolg des BC Smash Graz war das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Grundlage für den 5:3-Heimsieg legten die Grazer vor allem in den Herrendisziplinen. Beide Herrendoppel konnten gewonnen werden, womit das Heimteam früh ein wichtiges Zeichen setzte. Zudem sorgten Thomas Badent im zweiten Herreneinzel und Matteo Badent im dritten Herreneinzel mit weiteren Siegen für entscheidende Punkte auf dem Weg zum Aufstieg.

Wie eng und ausgeglichen diese Play-off-Begegnung tatsächlich verlief, zeigt ein Blick auf die Detailstatistik. Beide Mannschaften gewannen jeweils 15 Sätze. Trotz dieser völligen Ausgeglichenheit auf Satzebene hatte BC Smash Graz mit 5:3 in der Matchbilanz knapp die Nase vorne und sicherte sich damit den historischen Erfolg vor Heimpublikum.

Stimmen zum Spiel

BC Smash Graz –  Britta Rudolf:

„Das Spiel war an Spannung kaum zu überbieten. Wir sind motiviert in der kommenden Saison Erstliga-Luft zu schnuppern. Damit steht uns sportlich und organisatorisch eine große Aufgabe bevor.“

Besonders hervorzuheben ist der Weg des Teams. Der Aufstieg wurde nahezu ausschließlich mit EigenbauspielerInnen erreicht und unterstreicht die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins.

Sportunion Ohlsdorf – Michael Schausberger:

„Leider mussten wir uns knapp mit 3:5 geschlagen geben und verabschieden uns nach drei Jahren aus der 1. Bundesliga. Wie eng es war, zeigt sich auch daran, dass wir in jedem verlorenen Spiel zumindest einen Satz gewinnen konnten.“

Positiv aus Sicht der Oberösterreicher ist zudem das Bundesliga-Debüt des erst 16-jährigen Alexander Puschl, der mit starken Leistungen aufzeigen konnte.

Blick nach vorne

Während BC Smash Graz mit diesem Erfolg erstmals seit längerer Zeit wieder ein steirisches Team in der 1. Bundesliga stellt, richtet Sportunion Ohlsdorf den Fokus bereits auf die kommende Saison in der 2. Bundesliga. Beide Vereine setzen weiterhin konsequent auf Eigenbau und Nachwuchsförderung.

Für den BC Smash Graz beginnt nun die intensive Vorbereitung auf die sportlichen und organisatorischen Anforderungen der höchsten Spielklasse. Damit steht nicht nur sportlich, sondern auch infrastrukturell ein bedeutender Schritt bevor.

Detailergebnisse:

BC Smash Graz - Sportunion Ohlsdorf 5:3

  • 1. Herrendoppel: Gustav Andree/Thomas Badent - Michael Schausberger/Alexander Puschl 10:12, 11:5, 11:8, 11:5
  • 2. Herrendoppel: Matteo Badent/Tobias Rudolf - Jonas Windauer/Luca Froschauer 11:2, 11:9, 7:11, 10:12, 15:13
  • Damendoppel: Chiara Rudolf/Laura Waukmann - Nadine Reiter/Jana Haas mit 5:11, 9:11 und 1:11
  • 1. Herreneinzel: Tobias Rudolf - Luca Froschauer  7:11, 7:11, 9:11.
  • 2. Herreneinzel: Thomas Badent - Jonas Windauer  14:15, 11:7, 11:5, 11:7
  • Dameneinzel: Jenny Ertl - Nadine Reiter 6:11, 10:12 und 6:11
  • 3. Herreneinzel: Matteo Badent - Alexander Puschl 11:7, 9:11, 11:8, 11:4
  • Mixeddoppel: Chiara Rudolf/Gustav Andree - Jana Haas/Michael Schausberger 11:9, 12:14, 11:8, 11:7


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