17.02.2026
national

ÖBV-SpielerInnen trainieren in Bangkok

Zwei Wochen in Asien

Zwei Wochen in Asien
(Foto: ÖBV)

Wenn man Badminton wirklich verstehen will, muss man dorthin gehen, wo der Sport gelebt wird – nach Asien.
Genau das durften zehn österreichische Jugend- und Nationalkaderspieler:innen bei einem zweiwöchigen Trainingslager an der weltbekannten Banthongyord Badminton School in Bangkok erleben. Eine Akademie, die jährlich rund 500–1000 internationale Gastspieler:innen anzieht – und Weltmeister:innen hervorbringt. Begleitet wurden sie von ÖBV-Cheftrainer Krasimir Yankov, der neben der individuellen Betreuung der ÖBV-SpielerInnen den Austausch mit Trainern aus aller Welt pflegen konnte.

Von Dienstag bis Sonntag, täglich bis zu 5 Stunden Training (3h Halle + 2h Kraftkammer), Temperaturen bis zu 37°C und eine Luftfeuchtigkeit, die selbst für fitte Leistungssportler:innen eine Herausforderung darstellt: Dieses Camp war mehr als ein gewöhnliches Trainingslager. Es war ein Anpassungs- und Lernprozess, von dem unsere SpielerInnen bei den nächsten internationalen Turnieren profitieren können.

Training in Dimensionen, die man in Europa kaum kennt
Gespielt wurde in Hallen, die alleine schon Eindruck machten:
18 Courts im Alltag – und am Wochenende sogar 25 Courts gleichzeitig für Matches.

Für manche unserer Spieler:innen war es das erste Mal, in einer derart großen Trainingsumgebung zu stehen. Dazu kamen ungewöhnlich große Trainingsgruppen:
- 5 Trainingsgruppen (je Disziplin)
- 12–20 Spieler:innen pro Gruppe
- zahlreiche internationale Trainingspartner aus Taiwan, Kanada, USA, Frankreich u.v.m.

Trainieren neben Weltstars
Eine zusätzliche Motivation: Die Spieler:innen trainierten Tür an Tür mit der absoluten Weltspitze.
Täglich in der Halle zu beobachten waren u.a.:
- Kunlavut Vitidsarn – Weltmeister 2023, Vize-Weltmeister 2022 & 2025, Olympia-Silber 2024
- Ratchanok Intanon – Weltmeisterin 2013
- Anyapat Phichitpreechasak – Jugend-Weltmeisterin 2025
- sowie aktuelle Jugend-WM-Medaillengewinnerinnen im Damendoppel

Zu sehen, wie Weltklasseathlet:innen trainieren, sich vorbereiten und mit Belastung umgehen, wurde für viele zu einer großen Inspiration.

Eine andere Coaching-Kultur
Besonders spannend war die Trainingsphilosophie vor Ort:

Auf jedem Feld standen oft gleichzeitig ein Trainer und ein Feeder - insgesamt rund 20 Betreuer gleichzeitig in der Halle. Doch überraschend: Es gab kaum direktes Feedback.

Die Trainer erklärten die Übung – danach mussten die Spieler:innen selbst Lösungen finden.
Das Ergebnis war hohe Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Ein Ansatz, der deutlich machte, wie wichtig im internationalen Spitzenbadminton das eigene Problemlösen auf dem Court ist.

Fazit
Ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg zu international erfolgreichen österreichischen SpielerInnen. Wir bedanken uns bei der Banthongyord Badminton School und freuen uns bereits auf zukünftige Kooperationen.


« Zurück  Druckversion


Alle Angaben ohne Gewähr | Impressum
Copyright © Österreichischer Badminton Verband