11.08.2026
ParaBadminton

Wertvolle Trainingsimpulse und internationale Erfahrungen in Stockholm

ParaBadminton Camp 2026 in Schweden

ParaBadminton Camp 2026 in Schweden
Britta Rudolf (ganz rechts) nahm an einem Internat. ParaBadminton-Lehrgang in Stockholm teil und konnte hier neue und wichtige Erfahrungen für die Arbeit und das Training "zu Hause" sammeln (Foto: Britta Rudolf)

Bei der zweiten Auflage des ParaBadminton Camps in Schweden waren heuer mit Johann „Hans“ Färrer und mir als National-Coach auch zwei österreichische TeilnehmerInnen dabei. 2024 fand das Camp noch in Uppsala statt. In diesem Jahr verbrachten die TeilnehmerInnen ab Mittwoch fünf Tage im Täby RacketCenter in Stockholm.

Geleitet wurde das Camp von der südkoreanischen Trainerin Kim Myo Jung, die eine absolute Expertin im Rollstuhl-Badminton ist. Sie hat MedaillengewinnerInnen auf allen Ebenen des ParaBadmintons hervorgebracht, darunter auch bei den Paralympischen Spielen 2020 in Tokio sowie bei Welt- und Kontinentalmeisterschaften.

Ebenfalls mit dabei war der 14-fache Weltmeister Lee Sam Seop, der bei den Paralympischen Spielen 2020 in Tokio die Silbermedaille im Herren-Einzel WH1 gewinnen konnte.

Damit konnten Hans und ich neben vielen intensiven Trainingseinheiten auch zahlreiche Trainingsmethoden, taktische Inputs und Einblicke in das Training in Südkorea mitnehmen. In Österreich gibt es im ParaBadminton noch kaum entsprechendes Know-how.

„Besonders interessant für mich als Coach war die Nachmittagseinheit, bei der wir eine Q&A-Runde mit Kim und Lee hatten. Das koreanische Nationalteam trainiert von Montag bis Freitag, jeweils zwei Trainingseinheiten, und die Intensität ist wesentlich höher als bei uns in Europa. Bei jeder Übung, die wir mit den SpielerInnen gemacht haben, sagte uns Kim, dass die Anzahl der Bälle und auch die Dauer normalerweise höher ist. Statt 20 werden zum Beispiel 30 Bälle zugespielt und statt 30 Minuten läuft in Südkorea ein einziger Übungsblock eine Stunde. Da waren auch einige neue Ideen für die Inhalte der Trainingseinheiten für mich dabei sowie interessante Informationen zu den Rollstuhl-Skills. Das Camp war eine tolle Fortbildungsmöglichkeit für mich als Trainerin und für Hans eine tolle Trainingsmöglichkeit mit internationalen SparringspartnerInnen.“

„Der große Mehrwert an diesem Camp war natürlich die Anwesenheit von Lee Sam Seop und Kim Myo Jung. Die Weitergabe ihrer großen Erfahrung bringt uns hoffentlich einen Schritt weiter“, so Hans nach dem Camp.

Für kommendes Jahr ist eine Neuauflage geplant und wir möchten definitiv wieder dabei sein – hoffentlich gemeinsam mit zumindest Daniel Kontsch, der verletzungsbedingt heuer nicht teilnehmen konnte.

(Bericht von Britta Rudolf)


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