Historischer Erfolg: Zhan/Wiesler erreichen U19-EM-Viertelfinale
European Junior Championships 2026
Großartiger Erfolg für den österreichischen Badminton-Nachwuchs bei den 2026 European Junior Championships in Tatabánya: Shangzu Zhan und Thomas Wiesler kämpften sich im Herrendoppel mit drei Dreisatz-Siegen bis ins Viertelfinale und damit unter die besten acht Paarungen Europas. Erst dort war für das ÖBV-Duo gegen die starken Dänen Sebastian Mønster Andersen/Birk Norman Endstation. Der Einzug ins Viertelfinale ist der größte österreichische Erfolg bei U19-Europameisterschaften seit dem Gewinn der Bronzemedaille durch Matthias Almer im Jahr 2013.
Der Weg von Shangzu Zhan und Thomas Wiesler ins Viertelfinale war nichts für schwache Nerven. Gleich dreimal musste das österreichische Duo über die volle Distanz von drei Sätzen gehen – und dreimal bewiesen die beiden Nervenstärke und entschieden die Partie für sich.
Damit schafften Zhan/Wiesler den Sprung unter die besten acht Herrendoppel Europas und sorgten gleichzeitig für ein Ergebnis mit besonderer historischer Bedeutung für den Österreichischen Badminton Verband: Seit der Bronzemedaille von Matthias Almer bei der U19-Europameisterschaft 2013 hatte kein österreichischer Spieler bzw. keine österreichische Paarung mehr ein Top-8-Ergebnis bei einer U19-EM erreicht. Der Viertelfinaleinzug von Zhan/Wiesler ist damit der größte österreichische U19-EM-Erfolg seit 13 Jahren.
Viertelfinale lange völlig offen
Im Viertelfinale wartete mit Sebastian Mønster Andersen/Birk Norman aus Dänemark eine äußerst starke Paarung. Vor allem im ersten Satz zeigten Zhan/Wiesler jedoch, dass sie auch auf diesem Niveau absolut mithalten können.
Über weite Strecken entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Bis zum 18:18 war der erste Durchgang völlig offen, ehe die Dänen die letzten drei Punkte für sich entschieden und mit 21:18 vorlegten.
Im zweiten Satz gelang es dem österreichischen Duo nicht mehr ganz, an die starke Leistung des ersten Durchgangs anzuschließen. Andersen/Norman konnten sich zunehmend absetzen und entschieden den Satz schließlich mit 21:12 für sich. Nach insgesamt 72 gespielten Punkten stand damit ein 21:18, 21:12 und ein 2:0-Erfolg für die Dänen fest.
ÖBV-Jugendnationaltrainer Daniel Graßmück zog dennoch eine ausgesprochen positive Bilanz:
„Nach drei Dreisatz-Siegen mussten sich Shangzu und Thomas im Viertelfinale den dänischen Favoriten Norman/Andersen in zwei Sätzen geschlagen geben. Vor allem im ersten Satz verkauften sich die beiden dabei aber sehr gut und hätten diesen mit ein bisschen mehr Coolness und Vertrauen auch gewinnen können. Im zweiten Satz konnten wir, vor allem in der ersten Hälfte, leider nicht mehr ganz mithalten. Wir dürfen aber mit dem Gezeigten und dem Gesamtergebnis sehr zufrieden sein!“
Mit dem geteilten 5. Platz bei der U19-Europameisterschaft setzen Shangzu Zhan und Thomas Wiesler ein starkes internationales Ausrufezeichen. Gleichzeitig schreiben sie ein neues Kapitel in der österreichischen Nachwuchs-Badmintongeschichte und sorgen für das beste ÖBV-Ergebnis bei einer U19-Europameisterschaft seit Matthias Almers Bronzemedaille 2013.




