Frankreich schreibt Geschichte - 5 neue WeltmeisterInnen in New Delhi gekürt
BWF World Championships 2026
Mit einem historischen Finaltag sind am Sonntag die BWF World Championships 2026 in New Delhi zu Ende gegangen. Gleich zweimal erklang dabei die französische Hymne: Thom Gicquel/Delphine Delrue im Mixed und der erst 21-jährige Alex Lanier im Herren-Einzel sorgten für die ersten Weltmeistertitel in der Geschichte des französischen Badmintons. Die weiteren Titel gingen an Korea und China.
Der Finaltag begann aus europäischer Sicht gleich mit einem Paukenschlag. Thom Gicquel und Delphine Delrue bezwangen im Mixed-Doppel die topgesetzten ChinesInnen Feng Yan Zhe/Huang Dong Ping in einem hochklassigen Drei-Satz-Finale mit 22:20, 19:21 und 21:15. Damit wurden sie nicht nur die ersten französischen WeltmeisterInnen überhaupt, sondern beendeten zugleich eine 17-jährige Wartezeit auf einen europäischen WM-Titel im Mixed-Doppel.
Wenig später machte Alex Lanier den historischen französischen Tag perfekt. Der 21-Jährige ließ dem Japaner Kodai Naraoka im Finale des Herren-Einzels beim 21:11, 21:11 keine Chance und krönte sich als erster Franzose zum Weltmeister im Herren-Einzel. Erstmals seit 1983 gewann Europa damit bei einer Badminton-Weltmeisterschaft wieder mehr als eine Goldmedaille.
An Se Young zurück auf dem WM-Thron
Im Damen-Einzel kam es zum Duell zweier absoluter Weltstars. An Se Young setzte sich gegen die japanische Titelverteidigerin und dreifache Weltmeisterin Akane Yamaguchi mit 21:17 und 21:14 durch. Für die Koreanerin ist es nach ihrem Triumph 2023 bereits der zweite Weltmeistertitel.
Auch im Damen-Doppel durfte Korea jubeln. Baek Ha Na/Lee So Hee besiegten die chinesischen Titelverteidigerinnen Liu Sheng Shu/Tan Ning deutlich mit 21:15, 21:15.
Den abschließenden Titel der Weltmeisterschaften sicherten sich Liang Wei Keng/Wang Chang. Das chinesische Duo setzte sich im Herren-Doppel gegen die Malaysier Aaron Chia/Soh Wooi Yik mit 21:17 und 21:16 durch.
Damit gingen die fünf Weltmeistertitel von New Delhi an nur drei Nationen: Frankreich und Korea holten jeweils zweimal Gold, China einmal. Besonders der historische französische Doppelerfolg unterstrich dabei einmal mehr die positive Entwicklung des europäischen Badmintons auf internationaler Ebene.
Die MedaillengewinnerInnen der BWF World Championships 2026
Herren-Einzel
- Gold: Alex Lanier (FRA)
- Silber: Kodai Naraoka (JPN)
- Bronze: Victor Lai (CAN)
- Bronze: Chou Tien Chen (TPE)
Damen-Einzel
- Gold: An Se Young (KOR)
- Silber: Akane Yamaguchi (JPN)
- Bronze: Wang Zhi Yi (CHN)
- Bronze: Pornpawee Chochuwong (THA)
Herren-Doppel
- Gold: Liang Wei Keng/Wang Chang (CHN)
- Silber: Aaron Chia/Soh Wooi Yik (MAS)
- Bronze: Kim Won Ho/Seo Seung Jae (KOR)
- Bronze: Lee Jhe-Huei/Yang Po-Hsuan (TPE)
Damen-Doppel
- Gold: Baek Ha Na/Lee So Hee (KOR)
- Silber: Liu Sheng Shu/Tan Ning (CHN)
- Bronze: Li Yi Jing/Luo Xu Min (CHN)
- Bronze: Treesa Jolly/Gayatri Gopichand Pullela (IND)
Mixed-Doppel
- Gold: Thom Gicquel/Delphine Delrue (FRA)
- Silber: Feng Yan Zhe/Huang Dong Ping (CHN)
- Bronze: Jiang Zhen Bang/Wei Ya Xin (CHN)
- Bronze: Amri Syahnawi/Nita Violina Marwah (INA)
Finalergebnisse
Mixed-Doppel:
Thom Gicquel/Delphine Delrue (FRA) – Feng Yan Zhe/Huang Dong Ping (CHN) 22:20, 19:21, 21:15
Damen-Doppel:
Baek Ha Na/Lee So Hee (KOR) – Liu Sheng Shu/Tan Ning (CHN) 21:15, 21:15
Herren-Einzel:
Alex Lanier (FRA) – Kodai Naraoka (JPN) 21:11, 21:11
Damen-Einzel:
An Se Young (KOR) – Akane Yamaguchi (JPN) 21:17, 21:14
Herren-Doppel:
Liang Wei Keng/Wang Chang (CHN) – Aaron Chia/Soh Wooi Yik (MAS) 21:17, 21:16




