08.10.2026
International

Österreich sammelt wertvolle Erfahrungen und feiert zwei Siege

BWF World Junior Team Championships 2026

BWF World Junior Team Championships 2026
Gemeinsam für Österreich: Mit einem motivierenden Schlachtruf stimmt sich die ÖBV-Auswahl bei der U19-Team-WM in Kairo auf die nächste Begegnung ein (Foto: badmintonphoto.com)

Mit zwei Siegen und zahlreichen wertvollen internationalen Erfahrungen beendet das österreichische Nachwuchsteam den Teambewerb der U19-Weltmeisterschaften in Kairo (Ägypten). Nach einem schwierigen Auftakt gegen starke internationale Konkurrenz konnte sich das ÖBV-Team in den Platzierungsspielen gegen Uganda und Senegal durchsetzen. Nun richtet sich der Fokus auf die bevorstehenden Individualbewerbe.

Starke Gegner zum Auftakt

Der Start in die Team-WM verlief für Österreich erwartungsgemäß herausfordernd. In der stark besetzten Gruppe B-1 traf das ÖBV-Team zunächst auf Tschechien und Singapur. Trotz einiger guter spielerischer Phasen mussten sich die österreichischen NachwuchsathletInnen in beiden Begegnungen jeweils mit 0:2 geschlagen geben.

Auch im anschließenden gruppeninternen Platzierungsspiel gegen die Philippinen blieb Österreich ohne Satzgewinn. Dennoch zeigte die Mannschaft immer wieder gute bis sehr gute Leistungen in einzelnen Spielabschnitten, konnte diese jedoch nicht konstant über längere Phasen abrufen.

Zwei Siege in den Platzierungsspielen

Nach den drei Auftaktniederlagen ging es für Österreich in den Platzierungsspielen darum, die positiven Ansätze in Erfolge umzuwandeln und zusätzliches Selbstvertrauen zu sammeln.

Das gelang zunächst mit einem 2:0-Erfolg gegen Uganda. Am Donnerstag folgte zwar eine 0:2-Niederlage gegen Ghana, doch zum Abschluss zeigte das österreichische Team nochmals seine Qualitäten und setzte sich gegen Senegal ebenfalls klar mit 2:0 durch.

Damit konnte die ÖBV-Auswahl den Teambewerb mit zwei Siegen abschließen und wichtige Wettkampferfahrungen auf höchstem internationalen Nachwuchsniveau sammeln.

Graßmück: „Endplatzierung spiegelt unsere Leistungen nicht wider“

ÖBV-Coach Daniel Graßmück zieht nach dem Teambewerb ein differenziertes Fazit und sieht trotz der schwierigen Ausgangslage einige positive Entwicklungen:

„Die Endplatzierung unseres Teams spiegelt leider nicht die gezeigten Leistungen wider! In einer extrem starken Gruppe, in der all unsere Gruppengegner auf ungefähr gleichem Niveau spielten, waren wir zwar in einzelnen Sätzen gut dabei, konnten im Endeffekt aber nur den sechsten Gruppenplatz belegen. Ärgerlicher als die Platzierung war dabei, dass wir dadurch keine Chance mehr hatten, gegen weitere Topmannschaften zu spielen.“

In den anschließenden Platzierungsspielen gelangen immerhin zwei klare Siege gegen Uganda und Senegal, während man sich einer starken ghanaischen Mannschaft geschlagen geben musste.

Besonders das neue Team-Relay-System stellte die junge Mannschaft vor Herausforderungen, wie Graßmück erklärt:

„Abgesehen vom Gesamtresultat bin ich mit einzelnen Leistungen und SpielerInnen durchaus zufrieden! Gerade mit dem neuen Team-Relay-System wirken sich aber einzelne schwache Leistungen viel mehr auf das Gesamtergebnis aus, wodurch uns die eine oder andere Überraschung verwehrt blieb.“

Fokus auf die Individualbewerbe

Für die sechs österreichischen NachwuchsathletInnen Fiona Scrinzi, Matilda Simma, Moritz Vogel, Jana Weissenbach, Shangzu Zhan und Martin Zhang ist das WM-Abenteuer in Kairo noch nicht vorbei.

Nach den intensiven Tagen im Teambewerb stehen nun die Individualbewerbe auf dem Programm. Die Begegnungen mit unterschiedlichen Nationen und Spielstilen boten dafür eine wertvolle Vorbereitung.

Auch Coach Graßmück blickt bereits nach vorne:

„In den nächsten Tagen werden wir uns mit einer guten Balance aus Training und Regeneration auf die Individualbewerbe vorbereiten, um dort nochmal gute Leistungen aufs Feld zu bringen.“


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