Zwischen Titelambitionen und Nachwuchshoffnungen
2. Bundesliga
In einer Woche (am 03./04.10.2026) startet auch die 2. Badminton-Bundesliga in die neue Saison 2026/27. Acht Teams gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielen in die neue Saison. Während einige Mannschaften den Blick in Richtung Tabellenspitze richten, steht bei anderen vor allem die Entwicklung junger Spieler:innen im Mittelpunkt. Mit Bundesliga-Absteiger Union Ohlsdorf und Aufsteiger BCU Walserfeld bekommt die Liga zudem zwei neue Gesichter.
Union Ohlsdorf: Mit Teamgeist zurück an die Spitze
Nach drei Jahren in der 1. Bundesliga startet Union Ohlsdorf wieder in der zweithöchsten Spielklasse und hat dabei ein klares Ziel vor Augen: den Titel. Nach der Rückkehr von Alexander Brogaard nach Dänemark treten die Oberösterreicher mit einer rein österreichischen Mannschaft an, die überwiegend aus Eigenbauspieler:innen besteht. Eine wichtige Rolle soll Lorenz Windauer übernehmen, der nach seinem Auslandsjahr zurückkehrt. Mit der Erfahrung aus den vergangenen Erstliga-Saisonen sowie viel Teamgeist möchte Ohlsdorf zeigen, dass man auch ohne LegionärInnen erfolgreich sein kann.
BCU Walserfeld: Aufbruchstimmung beim Salzburger Aufsteiger
Mit dem BCU Walserfeld ist nach langer Zeit wieder ein Salzburger Team in der Bundesliga vertreten. Durch die Zusammenarbeit mit Tiroler Vereinen soll der Aufstieg gleichzeitig der nächste Schritt in der gemeinsamen Nachwuchs- und Strukturentwicklung der Region sein. Verstärkt wird das Team unter anderem durch Adrian Schwarzmann von ASKÖ Traun sowie die jungen Tiroler Lea Dander, Markus Perschinka und Tobias Niedermayer. Auf Legionär:innen verzichtet der Aufsteiger bewusst. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung der eigenen SpielerInnen und das geschlossene Auftreten als Mannschaft, über möglichst viele Punkte würde man sich dennoch freuen.
WBH Wien: Mit bewährtem Kader in Richtung Top 4
Beim WBH Wien setzt man auf Kontinuität und geht mit praktisch derselben Mannschaft wie in der Vorsaison an den Start. Moritz Vogel ist nach seinem Vereinswechsel nun auch offiziell Stammspieler der Wiener. Ein Platz unter den Top vier ist das erste Etappenziel, nach der Hinrunde möchte man sehen, ob auch der Kampf um die Spitze möglich ist. Weiterhin setzt WBH auf einen jungen, breit aufgestellten Kader, der mit Isabel Delueg, Rüdiger Gnedt und Tim Krämer zugleich auf erfahrene Stützen zählen kann.
Union VRC Badminton verstärkt sich mit viel Erfahrung
Nach einer schwierigen vergangenen Saison möchte Union VRC Badminton einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Dafür wurde vor allem bei den Herren kräftig nachgerüstet: Mit dem ehemaligen französischen Nationalspieler Sylvain Ternon, Marin Baumann und dem Bundesliga-erfahrenen Elias Silitonga kommen drei namhafte Verstärkungen hinzu. Josip Uglesic verlässt das Team hingegen nach drei gemeinsamen Spielzeiten. Mit der Mischung aus dem bestehenden österreichischen Stamm und den erfahrenen Neuzugängen soll es für VRC in Richtung obere Tabellenhälfte gehen.
ASKÖ kelag Kärnten setzt weiter auf Eigenbauspieler:innen
Bei ASKÖ kelag Kärnten bleibt der Kader weitgehend unverändert. Statt großer personeller Veränderungen setzt man auf die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft, die auch in dieser Saison auf EigenbauspielerInnen baut. Besonders Rosi Wu und Jugendnationalspieler Martin Zhang sollen dabei weitere Verantwortung übernehmen. Das Ziel ist klar: Kärnten möchte unter die besten vier Teams und gleichzeitig wertvolle Bundesliga-Erfahrung für die jungen Spieler:innen sammeln.
ATSE Graz setzt auf Kontinuität und Nachwuchsarbeit
Auch beim ATSE Graz gibt es im Vergleich zur Vorsaison kaum Veränderungen. Die Steirer setzen weiterhin konsequent auf regionale SpielerInnen und die eigene Nachwuchsarbeit. Nach der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre soll diesmal ein Platz im oberen Tabellenbereich gelingen. Dabei vertraut Graz weniger auf einzelne Leistungsträger als auf ein geschlossenes Auftreten der Mannschaft. Teamgeist, Vereinstreue und das familiäre Umfeld sollen auch in dieser Saison wichtige Stärken bleiben.
UBSC Wolfurt 2 vertraut auf seine junge Mannschaft
Beim UBSC Wolfurt 2 bleibt die Mannschaft ebenfalls weitgehend zusammen. Neu dabei ist Dennis Popp, der nach seinem Umzug nach Vorarlberg vor allem im Doppel für zusätzliche Stärke sorgen soll. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den jungen Damen Lisa Moosbrugger, Jana Weissenbach, Matilda Simma und Amelie Thurnher, von denen sich die Vorarlberger wichtige Punkte erhoffen. Das Ziel ist, sich möglichst früh von den hinteren Tabellenplätzen abzusetzen und mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.
BC St. Pölten mit frischem Wind im Kader
Beim BC St. Pölten gibt es sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Veränderungen. Natalia Galova hat das Team verlassen, während zwei neue Spielerinnen hinzukommen. Bei den Herren soll vor allem Bastian Klinka als neuer Stammspieler eine größere Rolle übernehmen. Gemeinsam mit Kateryna Zaitseva gehört er zu jenen Spieler:innen, auf deren Entwicklung man besonders gespannt ist. St. Pölten erwartet sich selbst eher im hinteren Tabellenbereich, möchte den Klassenerhalt sichern und gleichzeitig dazu beitragen, Badminton in der Region noch sichtbarer zu machen.
Vier Begegnungen zum Saisonauftakt
Zum Auftakt der neuen Saison stehen gleich vier Begegnungen auf dem Programm. Den Anfang machen am Samstag, den 3. Oktober, WBH Wien und ASKÖ kelag Kärnten um 13:00 Uhr. Am Sonntag, den 4. Oktober, folgen die weiteren drei Begegnungen der ersten Spielrunde: UBSC Wolfurt 2 empfängt um 10:00 Uhr den BC St. Pölten, Union Ohlsdorf trifft um 11:00 Uhr auf ATSE Graz und zum Abschluss empfängt Aufsteiger BCU Walserfeld um 12:00 Uhr Union VRC Badminton.
Damit ist alles angerichtet für einen spannenden Start in die neue Saison der 2. Badminton-Bundesliga 2026/27.



