Niederhuber 3-fach Sieger - neues Format überzeugt
ÖBV Masters 2026
Der Österreichische Badminton Verband hat das ÖBV Masters am 8. und 9. August 2026 in Lanzenkirchen in einem neuen, leistungsorientierten Format erfolgreich zurück auf die Bühne gebracht. Im modernen Smash House wurde an zwei Tagen hochklassiger Badmintonsport geboten. Für das sportliche Highlight sorgte Kai Niederhuber, der gleich in drei Bewerben den Titel holte.
Neues Format als Bühne für Österreichs Spitze
Das ÖBV Masters 2026 wurde auf zwei Courts mit technischen Offiziellen in einem Knockout-Stufenraster ausgetragen. In den fünf Disziplinen Herreneinzel, Dameneinzel, Herrendoppel, Damendoppel und Mixed Doppel sorgte das kompakte Format für attraktive Begegnungen und zahlreiche spannende Matches.
Mit einem Gesamtpreisgeld von 3.500 Euro sowie der Einstufung in die Kategorie 9.000 der ÖBV-Rangliste setzte das Masters zusätzliche Anreize für Österreichs nationale Spitze. ErstrundenverliererInnen erhielten individuelle Durchschnittspunkte, um auch den Ranglistencharakter entsprechend ausgewogen abzubilden.
Mixed Doppel: Gillesberger/Niederhuber drehen spektakuläres Semifinale
Im Mixed Doppel holten sich Kai Niederhuber (UBC Neuhofen) und Hanna Gillesberger (Österreichische Turn- und Sportunion Ohlsdorf) den Titel.
Besonders in Erinnerung blieb ihr Semifinale gegen die Nachwuchspaarung Shangzu Zhan/Natalia Galova. Gillesberger/Niederhuber lagen im ersten Satz bereits mit 11:17 sowie später mit 18:20 zurück, konnten den Durchgang aber noch drehen und damit den Grundstein für den Finaleinzug legen.
Im Endspiel setzten sie sich schließlich gegen Christian Hartner/Nina Almer durch und krönten ihre starke Turnierleistung mit dem Masters-Titel.
Damendoppel: Gillesberger/Nöst setzen sich durch
Auch im Damendoppel stand Hanna Gillesberger ganz oben am Podest. Gemeinsam mit Martina Nöst sicherte sie sich den Titel.
Im Semifinale bezwangen Gillesberger/Nöst das Mutter/Tochter-Duo Iveta und Natalia Galova klar mit 21:16 und 21:12. Im Finale warteten die topgesetzten Carina Meinke/Nadine Reiter, die sich zuvor in einem Dreisatzkrimi gegen Nina Almer/Nina Iris Polito durchgesetzt hatten.
Das Endspiel entschieden Gillesberger/Nöst mit 23:21 und 21:15 für sich.
Dameneinzel: Martina Nöst kämpft sich zum Titel
Im Dameneinzel triumphierte Martina Nöst (Europajugend Gleisdorf) und sicherte sich damit ihren zweiten Titel beim Masters.
Im Semifinale setzte sie sich nach Satzrückstand gegen Carina Meinke (ASV Pressbaum) mit 9:21, 21:14 und 21:13 durch. Im Endspiel traf sie auf die topgesetzte Nadine Reiter (Österreichische Turn- und Sportunion Ohlsdorf). Diese hatte ihrerseits ein intensives Semifinale gegen Nina Iris Polito (WAT Simmering) mit 19:21, 22:20 und 21:16 gewonnen.
Nöst zeigte im Finale große Nervenstärke und entschied die Partie mit 21:11 und 24:22 für sich.
Platz drei ging im Playoff an Nina Iris Polito, die sich gegen Carina Meinke nach hartem Kampf mit 22:24, 21:18 und 21:17 durchsetzte.
Herrendoppel: Gnedt/Niederhuber souverän
Im Herrendoppel dominierten die topgesetzten Wolfgang Gnedt/Kai Niederhuber das Feld. Im Semifinale ließen sie Felix Steinwender/Moritz Vogel beim 21:10 und 21:7 keine Chance.
Auf der anderen Seite der Auslosung setzten sich Pascal Cheng/Christian Tomic gegen Christian Hartner/Michael Schausberger mit 21:12 und 21:10 durch.
Im Finale unterstrichen Gnedt/Niederhuber ihre Klasse und holten mit einem 21:10 und 21:16 souverän den Titel.
Herreneinzel: Dritter Titel für Kai Niederhuber
Im Herreneinzel machte Kai Niederhuber schließlich seinen persönlichen Hattrick perfekt. Im Semifinale setzte er sich gegen Pascal Cheng souverän mit 21:14 und 21:8 durch.
Wolfgang Gnedt hatte sich zuvor im Viertelfinale in drei Sätzen gegen Michael Tomic durchgesetzt. Im Semifinale profitierte er anschließend von einem w.o. von Michael Schausberger und zog damit kampflos ins Finale ein.
Dort kam es zum Duell der beiden Herrendoppelpartner. Niederhuber gewann gegen Gnedt mit 21:15, 21:23 und 11:3 nach Aufgabe und sicherte sich damit seinen dritten Titel beim ÖBV Masters 2026. Neben dem Herreneinzel triumphierte er auch im Herrendoppel und Mixed Doppel.
Positives Fazit nach der Neuauflage
Die Eventlocation Smash House Lanzenkirchen bot einen passenden Rahmen für das neue Masters-Format und sorgte gemeinsam mit dem engagierten Team vor Ort für professionelle Bedingungen.
Dreifachsieger Kai Niederhuber zog nach dem Turnier ein positives Fazit: „Das ÖBV Masters ist ein attraktives Event und ich hoffe, dass es jährlich stattfinden wird und weiter wachsen wird.“
Ein besonderer Dank gilt dem Team der technischen Offiziellen, das für einen reibungslosen Ablauf des Turniers sorgte, sowie dem gesamten ÖBV-Team, das das Event sowohl in der Vorbereitung als auch vor Ort betreute.
ÖBV Masters als Teil der Strategie 2032
Die Wiedereinführung des ÖBV Masters ist ein Baustein der Strategie 2032 des Österreichischen Badminton Verbandes. Ziel ist es, den nationalen Wettkampfsport als wichtigen Hebel für den Leistungssport weiterzuentwickeln, die Teilnahme von TopspielerInnen an hochklassigen nationalen Bewerben zu erhöhen und durch Preisgeld sowie entsprechende Ranglistenrelevanz zusätzliche Anreize zu schaffen.
Mit der Kombination aus sportlicher Qualität, attraktiven Rahmenbedingungen und hoher Wettbewerbsintensität hat das ÖBV Masters 2026 in Lanzenkirchen gezeigt, welches Potenzial in diesem Format steckt.




